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TÜV SÜD Prüfstelle · § 19 Abs. 3 StVZO

Änderungsabnahme in Gaimersheim bei Ingolstadt

Neue Felgen, tiefer gelegt oder einen Spoiler montiert? Wir prüfen den Umbau und bestätigen, dass Ihr Fahrzeug weiter den Vorschriften entspricht. Rufen Sie uns an, wir vereinbaren einen Termin.

Prüfingenieur kontrolliert in der Prüfhalle Gaimersheim Rad und Radhaus eines Pkw

Wann eine Änderungsabnahme nötig ist

Ein Auto bleibt selten so, wie es vom Band gelaufen ist. Andere Räder, ein Sportfahrwerk oder Spurverbreiterungen gehören für viele einfach dazu. Mit jedem dieser Teile ändert sich aber das Fahrzeug, für das die Betriebserlaubnis einmal erteilt wurde. Damit sie gültig bleibt, muss ein Prüfingenieur viele Änderungen abnehmen. Das ist die Änderungsabnahme nach § 19 Abs. 3 StVZO, umgangssprachlich oft „Eintragung“ genannt.

Typische Fälle an unserer Prüfstelle sind:

  • andere Räder oder Reifen, zum Beispiel Sonderräder für den Winter
  • Fahrwerksänderungen und Tieferlegung
  • Spurverbreiterungen
  • Lenkrad, Spoiler und andere Anbauteile

Bei der Abnahme sehen wir uns an, ob das Teil fachgerecht verbaut ist und ob alle Bedingungen aus seinem Prüfzeugnis erfüllt sind. Passt alles, erhalten Sie direkt die Abnahmebescheinigung. Ob die Änderung zusätzlich bei der Zulassungsstelle in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden muss, ergibt sich aus dem Prüfzeugnis. Wir sagen es Ihnen bei der Abnahme.

ABE, Teilegutachten oder Teiletypgenehmigung?

Welche Schritte nötig sind, hängt vom Dokument ab, das mit dem Teil geliefert wurde. Lesen Sie es am besten schon vor dem Einbau einmal ganz durch, auch das Kleingedruckte.

Teil mit Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE)

Mit einer ABE ist meist keine Abnahme nötig. Voraussetzung ist, dass Ihr Fahrzeug im Verwendungsbereich aufgeführt ist und Sie alle Auflagen einhalten. Steht in der ABE aber die Auflage, dass der ordnungsgemäße Anbau von einem Prüfingenieur bescheinigt werden muss, kommen Sie doch zu uns. Gerade bei Rädern ist das häufiger der Fall, als man denkt. Die ABE gehört danach ins Handschuhfach.

Teil mit Teilegutachten

Für Teile mit Teilegutachten ist die Änderungsabnahme immer vorgeschrieben. Seit dem 20. Juni 2025 wird das Teilegutachten schrittweise durch die nationale Teiletypgenehmigung ersetzt, die zentral über das Kraftfahrt-Bundesamt läuft. Vorhandene Teilegutachten dürfen noch bis zum 19. Juni 2028 für eine Änderungsabnahme genutzt werden. Danach geht das nur noch über eine Einzelabnahme nach § 21 StVZO. Teile, die schon verbaut und abgenommen sind, bleiben gültig. Wer jetzt noch ein Teil mit Teilegutachten im Keller liegen hat, sollte es also nicht ewig dort lassen.

Teil mit Teiletypgenehmigung

Neue Teile kommen künftig mit einer Teiletypgenehmigung. Ob danach eine Abnahme nötig ist, steht wie bei der ABE in den Auflagen. Bringen Sie das Dokument mit, dann klären wir das gemeinsam.

Teil ohne Prüfzeugnis

Fehlt ein passendes Dokument, ist eine Einzelbegutachtung nach § 21 StVZO nötig. Diese bieten wir nur in geringem Umfang an, vor allem für Räder und Tieferlegungen. Bei allem anderen klären wir im Einzelfall, ob wir helfen können. Rufen Sie uns in diesem Fall bitte vorher an.

So läuft die Abnahme ab

  1. Unterlagen bereitlegen

    Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und das Prüfzeugnis des Teils, also Teilegutachten, ABE oder Teiletypgenehmigung.

  2. Termin vereinbaren

    Rufen Sie uns an. Wir besprechen kurz Ihren Umbau und vereinbaren einen Termin in unserer Prüfstelle in Gaimersheim.

  3. Prüfung und Bescheinigung

    Der Prüfingenieur kontrolliert den Anbau am Fahrzeug. Ist alles in Ordnung, nehmen Sie die Bescheinigung gleich mit.

Was kostet die Änderungsabnahme?

Das hängt von der Änderung ab. Ein Satz Räder ist schneller geprüft als ein kompletter Fahrwerksumbau mit mehreren Gutachten. Ist der Aufwand hoch, kann ein Zeitaufschlag anfallen. Die aktuellen Preise nennen wir Ihnen gern an der Anmeldung oder am Telefon.

Gleich mit der HU verbinden?

Wenn die Hauptuntersuchung ohnehin bald fällig ist, sagen Sie es bei der Anmeldung. Dann klären wir, ob sich beides an einem Tag erledigen lässt. So sparen Sie sich einen zweiten Weg nach Gaimersheim. Den Termin vereinbaren Sie am einfachsten telefonisch.

Unfallschaden? Unsere Kfz-Sachverständigen helfen Ihnen weiter. Nach einem unverschuldeten Unfall erstellen wir Ihr Unfallgutachten gleich nebenan.

Häufige Fragen

Muss ich Felgen mit ABE eintragen lassen?

Meist nicht. Ihr Fahrzeug muss aber in der ABE aufgeführt sein, und Sie müssen alle Auflagen einhalten. Verlangt die ABE eine Bescheinigung über den ordnungsgemäßen Anbau, ist eine Änderungsabnahme nötig. Im Zweifel bringen Sie die ABE mit, wir sehen gemeinsam nach.

Was muss ich zur Änderungsabnahme mitbringen?

Den Fahrzeugschein und das Prüfzeugnis des verbauten Teils, also Teilegutachten, ABE oder Teiletypgenehmigung. Das Teil muss bereits am Fahrzeug montiert sein.

Gilt mein Teilegutachten noch?

Ja, vorhandene Teilegutachten können noch bis zum 19. Juni 2028 für eine Änderungsabnahme verwendet werden. Ab dem 20. Juni 2028 geht das nur noch über eine Einzelabnahme nach § 21 StVZO. Bereits abgenommene Teile bleiben gültig.

Was passiert, wenn ich ohne Abnahme fahre?

Fehlt eine vorgeschriebene Abnahme, kann die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen. Das kann bei einer Kontrolle ein Bußgeld kosten und spätestens bei der nächsten HU auffallen. Im Schadenfall sind außerdem Diskussionen mit der Versicherung möglich.

Brauche ich einen Termin?

Ja, rufen Sie uns bitte kurz an. Dann planen wir genug Zeit für Ihr Fahrzeug ein.

Mein Teil hat weder ABE noch Gutachten. Was nun?

Dann ist eine Einzelbegutachtung nach § 21 StVZO nötig. Wir bieten sie nur in geringem Umfang an, etwa für Räder und Tieferlegungen. Rufen Sie uns an, dann klären wir, ob wir Ihnen weiterhelfen können.

Termin vereinbaren? Einfach anrufen.

Wir finden gemeinsam einen passenden Termin in unserer Prüfstelle in Gaimersheim.